Polyneuropathie - Merkmale, Symptome und Behandlung
Dr. med. univ Alexander Spiessberger ist Facharzt für Neurochirurgie und besonders spezialisiert auf die Behandlung von Wirbelsäulendeformitäten wie Skoliose oder Kyphose.
Dr. med. univ Alexander Spiessberger
Facharzt und Rückenspezialist für Skoliose
Die Polyneuropathie bezeichnet eine Gruppe von Erkrankungen, bei denen mehrere periphere Nerven gleichzeitig betroffen sind. In den meisten Fällen beginnen die Beschwerden an den Füssen und breiten sich symmetrisch auf Beine und später auch auf die Hände aus.

Mögliche Ursachen
Die Ursachen einer Polyneuropathie sind vielfältig und umfassen unter anderem:
Diabetes mellitus
Alkoholbedingte Nervenschädigungen
Vitaminmangel (z. B. Vitamin B12)
Entzündliche oder autoimmune Erkrankungen
Infektionen
Genetische Ursachen
Nebenwirkungen bestimmter Medikamente oder toxische Substanzen

Typische Beschwerden
Häufige Symptome sind Kribbeln, Brennen, Taubheitsgefühle oder Schmerzen, oft beschrieben als „Ameisenlaufen“ oder „elektrisierend“. Charakteristisch ist die sogenannte Strumpf- oder Handschuhverteilung. Zusätzlich können Gangunsicherheit, Muskelschwäche oder Störungen der Temperatur- und Schmerzempfindung auftreten.

Diagnostik und Therapie
Die neurologische Diagnostik umfasst eine ausführliche Anamnese, eine klinisch-neurologische Untersuchung sowie elektrophysiologische Messungen und ggf. eine Neurosonographie. Ergänzend können Laboruntersuchungen erforderlich sein. Ziel der Behandlung ist es, die zugrunde liegende Ursache zu erkennen und gezielt zu behandeln sowie die Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
Häufige Fragen zur Polyneuropathie